Qimaya – Semantic Web

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Qimaya Technologie: Unkaputtbares SEO?

with 2 comments

Neulich gab es einen sehr interessanten Kommentar zu unserer Suchtechnologie. Es wurde die These aufgestellt, dass unsere assoziativen Netze dazu führen könnten, dass SEO eines Tages überflüssig wird.

Leider kann ich diesen Optimismus nicht ganz teilen.

Grundsätzlich ist richtig, dass durch SEO die Grundphilosophie des Pagerank-Vefahrens – also der Technologie des Marktführers – konterkariert wird. Ich habe auf dem SuMa-Ev Kongress 2007 in Berlin detailliert geschildert, welche Auswirkung eine Überoptimierung des Pagerank-Verfahrens hat:

Die Kernaussage meines damaligen Vortrags kann man so zusammenfassen: Die Pagerank-Reichen werden immer reicher und die Pagerank-Armen werden immer ärmer.

Interessanterweise kam nach dem Vortrag der Inhaber einer SEO-Firma auf mich zu und meinte, ich hätte „ihm die Augen geöffnet“. Mit anderen Worten: Die Präsentation meiner Analyse führt als Erstes dazu, dass eine neue Runde im Hase-und-Igel-Spiel zwischen Marktführer und SEO-Firmen eingeleitet wird. Konkret: Wer die neuesten Patente des Marktführers berücksichtigt, hat im SEO-Spiel die Nase vorn.

Die Logik verlangt aber, dass man dieses Spiel nicht beliebig weitertreiben kann. Wie wird die Internet-Welt in zehn Jahren aussehen?

1. Die Zahl der Nutzer des Internet nimmt stetig zu. Dies betrifft insbesondere auch die Altersgruppe der über 50jährigen.

2. Die Möglichkeit der Effizienzmessung bei Werbeformen wie Adwords macht diesen Marketingkanal auch in Rezessionszeiten attraktiv und kalkulierbar.

3. Bei den Jüngeren nimmt der Medienwechsel vom Fernsehen zum Internet zu.

4. Weitere mittelständische Firmen entdecken das Internet als Werbemedium.

Schon heute hat der Markt für Online-Werbung ein geschätztes Jahresvolumen von 3,7 Milliarden Euro.

Es wird also ganz sicher auch in zehn Jahren das Bestreben geben, eine Internetseite aus wirtschaftlichen Gründen prominent zu platzieren. Es wird auch in zehn Jahren SEO geben.

Nur: Unser Ansatz stellt eine größere Chancengleichheit her. Es gilt die Formel: Content vor Prominenz. Der Wettbewerb zur „Hommingberger Gepardenforelle“ hat bereits gezeigt, dass Content auch heute schon ein wichtiger Faktor bei der Bewertung einer Website ist.

Bei uns kann Content nicht durch eine Verlinkung künstlich gepushed werden.

Im besonderen Maße werden die Redakteure von Online Zeitungen profitieren, denn ihre Aufgabe wird wieder mehr mit der Erstellung eines fundierten redaktionellen Beitrages verbunden sein, anstatt sich vom hauseigenen SEO gängeln zu lassen ihren Beitrag in eine bestimmte von Suchmaschinen auffindbare Struktur pressen zu lassen. So wird auch eine Suchmaschine wieder ein Recherchetool anstatt ein Verzeichnis der prominentesten Webseite.

SEO in zehn Jahren wird vielleicht stärker durch Serviceleistungen geprägt sein: Reichhaltigen und relevanten Content zu einem Produkt bereitstellen. Wer zum Beispiel Wein über das Internet vertreiben will, kann reichhaltige Informationen über die Herkunftsländer ins Netz stellen. Letzten Endes kann daraus eine stärkere Differenzierung entstehen. Wer etwa Rotwein aus Frankreich sucht, wird in den Trefferlisten genauer auf das relevante Thema geführt. Im Idealfall haben wir einen informierten User und für die Wirtschaft lohnende Conversion Rates.

Wer damit nicht zufrieden ist, dem sei dann doch eine Möglichkeit genannt, SEO zu beenden:

Das Internet abschalten!

Autor: Klaus

Written by Qimaya

21. September 2008 um 8:22 pm

2 Antworten

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  1. Wie gesagt. Das ganze klingt sehr toll alles. Ich bin wirklich gespannt. Wenn das ganze so funktioniert wie ihr das beschreibt habt ihr eine gute Zukunft vor euch.

    Tamim

    29. September 2008 at 10:55 am

  2. Danke dir, wirst du auf den Webmontag am 13.10 in Düsseldorf im Barco kommen?

    Dort werden wir Queap in einigen Teile schon präsentieren.

    Roy

    29. September 2008 at 11:14 am


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