Qimaya – Semantic Web

creating a semantic web

Was passiert auf Qimaya, heute und in naher Zukunft?

with 7 comments

Qimaya = Semantik?

Was machen wir eigentlich?

Qimaya hat durch die Emulation des menschlichen Gehirns einen Algorithmus entwickelt, welcher die Bedeutung respektive den Informationsgehalt von Daten erkennen kann. Eine Menge Technik, mit welcher ich euch gar nicht langweilen möchte. Nur kurz sei erwähnt, dass der Algorithmus mittels künstlicher Intelligenz in einem neuronalen Netz Daten so erkennt wie das menschliche Gehirn und diese somit auch intelligent verknüpfen kann. Hierdurch entsteht der Zustand von Semantik. Ich will dies gar nicht erklären, vielmehr verweise ich mit warmen Wallungen meines Herzens auf Martin Waiss und XiongShui.

Können das nicht viele?

.

Un nu?

Tja, wer zum Mond fliegen will, der muss eine Rakete bauen. Das ist letztlich auch gar nicht unrealistisch, wenn man die Technik hat. Doch was will man dort, in unserem Fall, welchem Dienst kann man mit dieser Technik Konkurrenz machen?

Die Frage ist, will man überhaupt Konkurrenz machen?  Oder springt man lieber ins kalte Wasser und macht einmal etwas ganz Neues?! Wer hat schon Lust auf eine copy cat Diskussion auf Techcrunch.

Sind wir doch mal ehrlich. Suche wie Yahoogle, nur eben semantisch? Joa, ganz nett, aber bringt das wirklich etwas, wird man einen solchen Markt erobern können? Wie anders muss man sein, um anders zu sein?

Deshalb…

haben wir uns ein paar Gedanken gemacht. Und hierbei danke ich besonders auch Rudy und Timon, unseren geistigen Sparringspartner. Um Anwendungen, User Need, Monetarisierung und die Entwicklung des Webs. Zur Anwendung von Semantik sagt Martin folgendes. Eine Anwendung von Semantik ist also weniger Suche als vielmehr die Obsoletierung von Suche. Unser Prototyp war eine Suchmaschine, der Schock wäre sonst zu groß. Ab Weihnachten geht der Prototyp zurück ins Labor, wird auseinander geschraubt und für das eigentliche Ziel im Frühjahr 2009 wieder online sein.

Die Erstellung des semantischen Webs ist das eigentlich Ziel!

Heißt?

Wir entwickeln eine Basisplattform, welche die Daten von Webseiten zusammenführt, semantisch aggregiert. Die Plattform wird zugleich Basisplattform für das semantische Web und dessen Anwendungen.

Das Web wird sich von diesem Zustand…

bild-731

zu diesem ändern.

bild-931

Glaubt ihr ernsthaft wir posten hier, was jeder gerne kopieren würde, hehe

Geschäftsmodell?

Wuhaaa, eine Debatte vor der sich jeder scheut. Im Zweifel eben Werbung…

Nö, dafür sind wir zu intelligent, dann erfinden wir lieber eine neue Monetarisierungsform für das WWW.

Data as a currency!

Das semantische Web ist ein Network von Webseiten, damit auch deren Daten. Diese haben einen umsatzimmanenten Wert. Man kann Daten nutzen für den Ecommerce sowie jegliche kommerziellen Anwendungen. Ein semantischer Datenfluss schafft Wertschöpfung, wenn man Daten intelligent miteinander verknüpfen kann.

Betrachten wir das Thema Daten von einer anderen Seite, so erkennen wir, dass es Milliarden von Daten im Netz gibt, die so gerne monetarisiert werden wollen. Sogar überhaupt erst aus einem umsatzimmanenten Interesse erstellt wurden. Dies sollte man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein sehr sehr großer Markt, bei 50,5 Mio Domains!!!

Doch nun in medias res, wie können die Daten von Webseiten monetarisiert werden, als Data as a currency?

Derzeit besteht das WWW aus Insellösungen von Webseiten. Jede Insel repräsentiert einen Inhalt, einen Anbieter, eine Anwendung. Im Detail gibt es eine Vielzahl von Kommentaren, Beiträgen, Bildern zum gleichen Thema oder Produkt, verteilt über das ganze Netz. Wenn wirkliche Semantik entsteht, also keine Behelfslösungen wie Ontologien oder dergleichen, so ist es möglich alle diese Inseln intelligent miteinander zu verknüpfen. D.h. uns interessieren nur noch Inhalte oder Produkte, nicht mehr Domains. Jegliche Daten zu einem Thema bzw. einem Inhalt oder Produkt kann eine semantische Lösung selbstständig am Point of Interest verknüpfen. Inhalte oder Produkte werden also aufgewertet, durch „Daten“ wie Bewertungen, Kommentare, textuelle Beiträge etc…….. die im Netz verfügbar sind.

Daten können also als förderndes Mittel Teil des Wertschöpfungsprozesses werden. Genau so wie wir in unseren Blogs Videos embedden. Und genau jetzt werden Daten zur Währung.

Eine intelligente semantische Verknüpfung erstellt eine Art semantischen Data Flow im semantischen Web. Daten werden intelligent getauscht. Das Prinzip des Give´n Take.

Wann passiert nun was?

Ihr findet seit 10 Jahren Google super, dann machen die paar Monate auch nichts aus. Im Frühjahr 2009 werden wir zuerst mit unsem Basisportal zeigen wie man Inhalte als semantisches Mashup aggregiert.

Im zweiten Schritt passiert folgendes…

bild-94

Und im dritten Schritt sollten wir alle daran arbeiten, dass wir es endlich schaffen, die mit viel Mühe auf unseren Webseiten geschaffenen Inhalte (Daten) zu monetarisieren.

Und damit kommen wir über kurz oder lang dorthin wo Martin Semantik in seiner Reinform sieht.

Was passiert dann mit der Suche?

Ich denke es gibt genug Firmen, die sich der Suche, wie wir sie heute z.B. in der Suche nach einer Webseite kennen, annehmen werden. Besonders hohe technologische Fortschritte sind hierbei nicht notwendig und Google wird beim Thema Suche sowieso niemand vom Thron stoßen.

Written by Qimaya

17. Dezember 2008 um 7:52 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

7 Antworten

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  1. Punktgenau wie es Roy schreibt:

    Das eigentliche Ziel aller Bemühungen auf dem Gebiet der Semantik ist nicht die Suche an sich.

    Vielmehr versucht man „das Suchen“ komplett in den Hintergrund zu stellen, in dem man die Daten „dahinter“ so logisch zusammenhängend arrangiert, daß man sie dann bei Bedarf jederzeit weiter miteinander intelligent verknüpfen kann. Diesen Zustand nennt Roy den „Zustand der Semantik“. Das sehe ich genauso.

    Schaut man sich dieses Thema aus diesem Blickwinkel an, fällt es nicht schwer sich zumindest ein Paar der damit verbundenen Errungenschaften vorzustellen. Und das beste daran – neben all der Kommerzialisierungsmöglichkeiten – wir alle werden daraus profitieren, ohne auch nur einen einzigen Finger anlegen zu müssen. Das ist doch optimal, nicht wahr?😉

    Ebenfalls empfehle ich herzlich die oben von Roy erwähnte Xing-Diskussion – „Wer wird Google vom Thron stoßen“ – aus der Gruppe Semantic Web (danke für den Tipp) und ein Paar grundlegende Gedanken zum Semantischen Web kann man auf Xing auch hier nachlesen https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=9029611;offset=0 .

    PS: Vielen Dank für die Blumen und Grüße aus verregnetem Wien, M.

    martinwaiss

    17. Dezember 2008 at 10:45 pm

  2. Jetzt bin ich verwirrt. Einerseits schließt dieser Artikel mit den schon fast resignierenden Worten, man könne Yahoogle bei der Suche keine Konkurrenz machen. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich finde hier fehlt das Attribut „kontextuell“ oder „klassisch“.

    Qimaya als eine Plattform, welche semantisch organisierte, hochaktuelle Daten aus dem Informationspool „Internet“ in Relation als Ergebnis zu einer Frage zu bieten, ist eine praktisch konkurrenzfreie Alternative zu jeder Suchmaschine. Eine solche Alternative ist das Gefährlichste, das sich Yahoogle vorstellen kann, denn Qimaya ist, wenn sie in dieser Form funktioniert, für sie nicht mit Wettrüsten, sprich Erweiterung des Angebots, einzuholen, wie wir es damals bei Y! und excite über viele Monate so schön beobachten konnten (wobei beide damit Google den Weg bereitet und am Ende verloren haben).

    Es lässt die klassische Suche einfach alt aussehen, so wie DVDs und Sticks Disketten, oder TFTs CRTs. Die Suchmaschine wird zur Findmaschine – die nicht mal auf Text begrenzt ist. Die Anwendungsmöglichkeiten sind so abartig vielfältig, ich wüsste jeden Tag was Neues… der Mensch will nicht suchen, sondern er will Informationen, jetzt und sofort. (danke Informationszeitalter, die Gier nach Info kennt keine Grenzen, und da steckt irre viel Kohle drin [danke Kapitalismus, alles wird mit Geld assoziiert, weiß Qim das auch schon?])

    Keinem macht es Spaß, durch Suchergebnisse zu scrollen und auf die „o“s im Seitenfuß zu klicken, weil in irgend einer doofen Liste nicht das Ergebnis aufscheint, das man sich erhofft hat. Ich möchte eine Musikplattform auch mal nach Musik absuchen, die ähnlich klingt wie meine Lieblingsmusik, nicht nur vom gleichen Genre ist. Oder eine Musik finden, die zu meiner Stimmung in dem Moment passt. Ich würde auf einer Fotoplattform ein Bild von einer Bergwiese mit Margeriten finden, auch wenn ich nur nach Sommergefühlen suche. Wenn Qimaya das über Mashups hinbekommt, erübrigt sich die Frage, wer Yahoogle vom Thron stößt. Kontextuelle Suche wird ganz einfach veralten und irgendwann zum Wochenendspielzeug für Retro-Geeks. Informationen werden entweder aus den Seiten extrahiert auf der Website selbst organisiert zugänglich gemacht, zwischen Sites querverlinkt, oder Dr. Know ähm Qimaya findet sie direkt über die Plattform.

    Die letzte Frage die offen bleibt, die aber für den Erfolg entscheidend ist, wie einleuchtend und benutzerfreundlich werden die Interfaces für die gesamte Breitbande der Zielgruppe, sodass ein Qimayas Anwendungen bei allen Altersgruppen gleich Anklang finden können. Wird das gut gelöst, mögen auch die scheinbar unbesiegbaren Großen zittern.

    Rudy

    18. Dezember 2008 at 12:52 am

  3. @Rudy: Es geht hier nicht um eine Abgrenzung gegen existierende Firmen und Lösungen.

    Kernfrage: Wie sieht Informationsrecherche in fünf oder zehn Jahren aus? Trefferlisten mit dem Sex-Appeal von kalt werdendem Frittenfett gibt’s dann hoffentlich nicht mehr…
    Deshalb: Don’t call it Suchmaschine.

    Was Qimaya bisher gezeigt hat, war der Proof of Concept für ein komplexes neuronales Netz, das zugleich KOMPAKT und SCHNELL ist. Das ist sozusagen die Baiserfindung von „Dr. Know“.

    DAS ist sozusagen der Motor für das Semantic Web, den Du durch Deine umfangreichen Tests mit optimiert hast!
    2009 kommen dann noch Servo-Fahrwerk, Ledersitze, Navi, ABS und – ähm – natürlich die Stereoanlage dazu…
    Ich lade Dich schon jetzt zur Probefahrt ein!

    Cu
    Klaus

    Qimaya42

    18. Dezember 2008 at 9:00 am

  4. […] das ist genau der Punkt der Sache – sollte es uns mal gelingen, die automatisierte maschinelle Emulation dieser Fähigkeit auch nur halb so weit zu bringen, gibt es für den Anbieter dieser Technologie KEINEN Konkurrenten. […]

  5. Hallo Rudy,

    kein Grund, verwirrt zu sein. Qimaya ist weniger und mehr als Yahoogle.

    Weniger, weil es ohne einen gigantischen Datenbank-, Rechnerzeit- und Personalaufwand auskommt.

    Mehr, weil es alle im Netz präsenten Daten sofort parat hat.

    Mich stört ein wenig die Festlegung auf „semantisches Web“ , weil der Begriff mit Möglichkeiten konnotiert ist, über die Qimaya weit hinausgeht. Wir sprachen Anfangs vom „Neuronalen Netz“. Semantik und Neuronales Netz simulieren das menschliche Gehirn. Insofern ist Qimaya tatsächlich keine Konkurrenz für Yahoogle, weil es nichts „sucht“.

    Vergegenwärtige Dir einfach Dein eigenes Denken: Dich beschäftigt ein Problem, Dein Gehirn fängt an, zu assozieren und macht Lösungsvorschläge. Diese Lösungsvorschläge resultieren aus allem was Dein Gehirn jemals gespeichert hat, aus Wissen, Erfahrung und Emotionen.

    In der gleichen Weise arbeitet Qimaya: Du gibst das Problem ein, es präsentiert Lösungsvorschläge. Diese Lösungsvorschläge resultieren aus allem, im Netzt gespeicherten Wissen, sowie seinen technischen Möglichkeiten.

    Das ist etwas anderes, als schnöde „Suche“. Natürlich kann Qimaya auch suchen – es läuft auf das Gleiche hinaus, wie Arthur Dents Auftrag an Marvin, einen „anständigen Tee“ zu kochen…

    Wir dürfen gespannt sein, was die zweite Entwicklungsstufe nach der Winterklausur zu Tage bringt.

    ___________________

    Die Frage der Monetarisierung, die hier schon einmal gestellt wurde, beantwortet sich eigentlich selbst.

    Durch den Klick auf „Teilnahme am Semantischen Web“ entscheidet man sich dazu, die Vorteile genießen zu wollen einerseits, stellt gleichzeitig seine eigenen Beiträge zum Netzleben zur Verfügung. Es muss dann nur ein Abrechnungsmodus (wieviel geht an Qimaya, wieviel „kostet“ eine Dateneinheit) gefunden werden, ein Buchhaltungsprogramm installiert sein und schon rollt der Rubel – in alle Richtungen.

    Damit würde sich auch in Nullkommanichts das Urheberrechtsproblem lösen lassen (leider ohne „die Medienindustrie“😉 ).

    xiongshui

    18. Dezember 2008 at 3:18 pm

  6. […] Martin Waiss hat recht gut geschrieben, was man mit Semantik denn so alles anstellen kann. Eine Suchmaschine ist da nicht unangefochten an Platz Nummer 1 und vielleicht wird eine Suchmaschine bald mal ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Heute nennen wir es stolz Web 2.0, vielleicht nennen wir es bald rückblickend Informationschaos, Das-Info-Müll-Net, das getting-lost-web oder das Such-Zeitalter, welches vom Finden-Zeitalter abgelöst wurde. Mal schauen, was Qimaya in Zukunft so macht. […]

  7. Ich habe jetzt mal eine Weile testen können und muss sagen, dass ich nicht überzeugt bin und auch die Arbeitsweise nicht nachvollziehen können.

    Ich sage jetzt aber nicht, dass Qimaya doof ist, sondern ich denke, dass ich einfach bisher nicht genügend Daten im neuronalen Netz liegen, um mich überzeugen zu können.

    Ich möchte gerne weiter testen und stelle auch gerne meine Daten/Webseiten zur Verfügung.

    Das Abrechnungsmodell habe ich so richtig verstanden, dass auch in Zukunft Quimaya nicht offen für den einfachen Websurfer sein wird?
    Das halte ich für keinen guten Weg um als „Suchmaschine“ erfolgreich zu werden.

    LG, Marcus

    Marcus

    23. Dezember 2008 at 9:42 pm


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